Pflichtpraktikum im Online-Marketing

Praktikum Online-Marketing

Am 1. September 2017 habe ich mein zweimonatiges Praktikum im Rahmen meines Studiums bei PixelProduction im Online Marketing begonnen. Bereits bei meinem Vorstellungsgespräch war die Atmosphäre sehr ungezwungen. Auf meinen Wunsch, eventuell in andere Bereiche hineinschauen zu dürfen, ist man direkt positiv eingegangen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass PixelProduction mir schließlich die Chance gegeben hat, erste Erfahrungen im Online Marketing zu sammeln und auch viele weitere Eindrücke zu gewinnen.

Aufgrund der bereits entspannten Stimmung im Bewerbungsgespräch, war ich positiv gestimmt und motiviert mein Praktikum bei PixelProduction zu absolvieren. Trotzdem macht man sich vorher natürlich Sorgen darüber, ob man denn alles auch so schafft, wie es von einem verlangt wird und ob man sich mit den Mitarbeitern versteht. Schließlich muss man zwei Monate mit den Kollegen verbringen. Man möchte keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Dementsprechend war ich also auch sehr nervös vor dem Antritt meines Praktikums.

Da ich keine vorherigen Erfahrungen im Online Marketing hatte, habe ich mich im Vorfeld ein wenig informiert, damit ich bei Begriffen wie „SEO“, „Google AdWords“ oder „Keywords“ nicht zusammenzucke. Ich hatte die Hoffnung noch vieles mehr während meines Praktikums zu lernen und viel mit in die tägliche Arbeit eingebunden zu werden, damit ich die Chance bekomme, mein Erlerntes umzusetzen. Der Sinn eines Praktikums. Außerdem habe ich gehofft, dass meine Begeisterung für Marketing, die ich schon vor und im Laufe meines Studiums entwickelt habe, nicht zerstört wird, da ich eigentlich einen späteren Beruf in diesem Bereich anstrebe.

Am ersten Tag meines Praktikums wurde ich sehr nett empfangen und mir wurden die Räumlichkeiten und mein Arbeitsplatz gezeigt. Alle haben sich mit Vornamen vorgestellt und direkt das Du angeboten, was mir ein wenig die Aufregung genommen hat. Der erste Arbeitstag begann damit, dass mir der Aufbau und die Erstellung eines Reportings, der jeden Monat für Kunden des Online Marketings erstellt wird, gezeigt wurden. Anschließend habe ich selber einen Bericht erarbeitet. Wenn ich irgendwelche Fragen hatte, konnte ich mich immer direkt an einen Kollegen wenden. Außerdem habe ich mich für Webinare angemeldet, an denen ich während des Praktikums teilgenommen habe, um mir mehr Wissen in diesem Bereich anzueignen. Im Laufe der ersten Woche habe ich darüber hinaus eine Keyword-Recherche durchgeführt. Mir wurden die gängigen Tools des Online Marketings und deren Gebrauch erklärt, ich habe an meinem ersten Webinar  teilgenommen und einen Blogbeitrag geschrieben und überarbeitet. Die Zeit während eines Arbeitstages ging immer gut um, ich hatte selten das Gefühl, dass der Tag sich zieht. Natürlich gab es  auch Phasen, in denen man als Praktikant mal nichts oder nicht viel zu tun hat. Ich denke das ist normal, denn der Arbeitstag geht schließlich für die Mitarbeiter ganz normal weiter, als Praktikant beschäftigt man sich in dieser Zeit dann alleine.

In der zweiten und dritten Woche wurde es dann etwas technischer. Webseiten mussten kontrolliert und aufkommende Fehler behoben werden. Welche Fehler es geben kann und wie sie behoben werden, wurde mir Schritt für Schritt erläutert. Bei Unklarheiten sollte ich jederzeit nachfragen. Worauf es bei SEO und Google ankommt, habe ich ebenfalls gelernt. Einige Webseiten hatten noch weiteren Optimierungsbedarf, dem bin ich nachgegangen und habe beispielsweise Alt-Tags zu Bildern hinzugefügt. Für solche Verwaltungstätigkeiten des Inhalts einer Webseite existieren einige Systeme, die CMS (Content-Management-System) genannt werden. Ein paar davon wurden mir näher gebracht, damit ich eventuelle Fehler beheben oder eine Webseite an sich weiter optimieren kann. Um überhaupt gewisse Makel oder den Erfolg von bestimmten Maßnahmen festzustellen, gibt es spezielle Analyse-Tools. Dazu zählen beispielsweise Google Analytics und Xovi, mit denen  ich ebenfalls gelernt habe zu arbeiten. In der Grafikabteilung habe ich die letzten drei Wochen meines Praktikums verbracht. Dort durfte ich bei Aufgaben mit Photoshop und inDesign helfen.

Die vierte und fünfte Woche war theoretischer. Ich habe mir viele Themen bezüglich Marketing und vor allem Online Marketing erarbeitet und diese dann näher besprochen und aufgekommene  Fragen geklärt. Weitere Funktionen der oben genannten Analyse-Tools wurden mir außerdem vorgestellt. Webseiten wurden wieder kontrolliert, unter anderem mit einem weiteren speziellen  Programm namens Screaming Frog, sowie Fehler behoben. Mit Photoshop durfte ich auch ein weiteres Mal arbeiten und eine andere Funktion anwenden. Da schon ein Monat um war, wurden die monatlichen Reportings zur Suchmaschinenoptimierung fertiggestellt, welche ich nochmals kontrolliert habe. Die Struktur der Reportings soll außerdem zukünftig geändert werden. Dazu sollte  ich mir Gedanken machen, was ich, aus der Perspektive eines Neulings im Online Marketing, in einem Reporting erwarten würde und wie die aktuelle Struktur des Reportings somit verändert  werden könnte. In diesen Wochen habe ich nochmals einen Blogbeitrag geschrieben und mein erster komplett selbst geschriebener Beitrag wurde veröffentlicht.

Ab der sechsten Woche war ich in der Grafik tätig. Dort habe ich vieles bezüglich Adobe Photoshop, Illustrator und inDesign gelernt. Es fing damit an, dass eine Person aus einem Foto ausgeschnitten, also freigestellt, werden sollte. Danach bekam ich die Aufgabe, ein fiktives Unternehmen zu gründen. Für dieses Unternehmen habe ich dann ein Logo entworfen. Worauf es bei dem Entwerfen und beim fertigen Logo ankommt, wurde mir ausführlich erklärt. Zusätzlich habe ich Hilfsmittel erhalten, um erste Inspiration zu sammeln. Nach dem Logo, waren Visitenkarte und Briefbogen an der Reihe. In dieser Woche habe ich mich intensiv mit inDesign und Illustrator auseinander gesetzt. Des Weiteren habe ich ein Veranstaltungsplakat angefangen zu gestalten, aufgrund der Tatsache, dass mein fiktives Unternehmen ein Nachtclub war, den ich eröffnet habe. Dieses Plakat habe ich in der siebten Woche fertiggestellt. Außerdem musste in der siebten Woche ein komplexes Motiv freigestellt werden, worin ich viel Zeit und Geduld stecken musste. Darüber hinaus stand mein letztes Webinar zum Thema „SEO-Potentiale für die eigene Website  finden und priorisieren“ an. Am Ende dieser Woche habe ich schließlich mit einem Composing begonnen. Ich habe also angefangen aus mehreren Bildern durch unter anderem freistellen und  einfügen, eins zu machen. Bei dieser Tätigkeit stand Photoshop im Fokus.

In der achten und letzten Woche meines Praktikums habe ich die Composings fertiggestellt und ein komplexeres Bild erarbeitet. Danach erhielt ich die Aufgabe, Vorschläge für ein Logo für einen Kunden von PixelProduction, zu entwickeln, was mir Spaß gemacht hat, mich aber gleichzeitig auch gefordert hat. Diese Woche war aber aus einem anderen Grund besonders aufregend für mich. Ich durfte nämlich mit dem Geschäftsführer auf einen Kundentermin mitkommen. Es war für mich sehr interessant und aufschlussreich zu sehen, wie Beziehungen mit Kunden gehandhabt  werden. Den Rest meiner letzten Woche bei PixelProduction habe ich damit verbracht, Bilder für die neue Website eines Kunden vorzubereiten.

Mein Fazit für die zwei Monate bei PixelProduction ist sehr positiv. Meine Erwartungen wurden erfüllt und meine Begeisterung für Marketing verstärkt. Ich habe unglaublich viel gelernt, auch  wenn ich das währenddessen gar nicht so wahrgenommen habe. Erst im Nachhinein ist mir klar geworden wie lehrreich es war. Das Arbeitsklima habe ich als angenehm empfunden. Natürlich  kann es auch mal hektisch und angespannt werden oder Uneinigkeiten geben, aber der Umgang miteinander war immer fair. Ich, als Praktikantin, wurde auch sehr gut aufgenommen. Mir wurde  nie das Gefühl gegeben, dass ich die lästige Praktikantin bin, sondern dass Gefühl, dass man sich bemüht mir etwas beizubringen. Durch die persönliche und ungezwungene Betreuung, gestaltete  sich das Praktikum noch angenehmer für mich. Außerdem musste ich kein einziges Mal Kaffee kochen. 🙂 Ein Praktikum bei PixelProduction kann ich meiner Erfahrung zufolge sehr empfehlen.

Ein großes Dankeschön an PixelProduction und vor allem an die, die mich unmittelbar betreut haben. Ich wünsche PixelProduction alles Gute und weitere erfolgreiche Jahre.

Alina Scheermann
30.11.2017